Wie Smart Clothes unsere Sportwelt verändern könnten

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Viele technische Innovationen der Neuzeit klingen wie aus einem Sci-Fi-Roman abgeschrieben. Ähnlich dürfte es sich wohl mit smarter Sportbekleidung, auch genannt Smart Clothes, verhalten. Denn wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, man könne das Smartphone oder die Smartwatch beim Training komplett Zuhause lassen und trotzdem das eigene Training tracken? Einige Produktideen in dieser Richtung stehen schon jetzt in den Startlöchern.

Smart Clothes für Athleten und Hobby-Sportler

Natürlich sind smart Clothes in erster Linie für Hochleistungs-Sportler und Athleten interessant. Die derzeitigen Ideen in diese Richtung reichen von T-Shirts, die Atmung und Herzfrequenz überwachen, bis hin zu smarter Sportbekleidung, die aktiv die Effektivität des Trainings erhöhen kann.

Wie genau das aussehen kann, zeigte zum Beispiel erst vor kurzem das Startup Wearable Life Science, abgekürzt WLS. Entwickelt wurde hier ein Ganzkörperanzug, der mittels Elektronen gezielt leichte Stromstöße an den Muskel des Trainierenden leitet. Diese Technik durch Strom-Impluse Muskelwachstum anzuregen, ist in der Sportwelt nicht Neues. Bisher gab es diese Methode aber nur in ausgewählten Fitnessstudios, in denen diese Trainingsart unermesslich teuer ist. Die Firma WLS verspricht mit ihrem Anzug ähnlich schnelles Muskelwachstum wie in besagten Fitnessstudios, zu einem günstigeren Preis und vor allem flexibler. Der Anzug schmiegt sich wie ganz normale Sportkleidung an den Träger an. Die Steuerung erfolgt über eine zentrale Schaltung.

Reebok steht schon in den Startlöchern

Auch größere Sport-Firmen wie Reebok entdecken die Smart Clothes langsam aber sicher für sich. In einer angekündigten Zusammenarbeit mit dem Startup MC10 möchte Reebok zunächst flexible Computer-Chips entwickeln lassen, die dann in möglicher smarte Sportbekleidung verbaut werden soll. Ab da ist für Reebok dann alles denkbar. So könnte man zum Beispiel smarte Kleidung entwerfen, die nicht nur Puls und Atmung misst, sondern auch die Aktivität des Nervensystems, Gelenkbelastung, ph-Wert im Schweiß und so weiter. Mit dieser Technik könnte man irgendwann ein detailliertes Bild der Gesundheit des Sportlers erfassen. Was natürlich auch in der allgemeinen Medizin Anklang finden dürfte.

Im Moment sind es eben noch diese zwei Herausforderungen, vor den sich Smart Clothes jeglicher Art befinden. Einerseits muss das smarte Kleidungsstück anschmiegsam und bequem sein. Es darf nicht heiß werden oder aus zu dickem Stoff sein. Gleichzeitig dürfen derartige Techniken aber auch nicht zu teuer sein, damit sie sich auch rentieren. Was genau uns in Richtung Smart Clothes erwartet, ist im Moment noch nicht abzusehen. All die Ideen müssen zunächst mit dem nötigen technischen Know-How gefüllt werden. Sind die ersten Hürden dann überwunden, könnte smarte Sportbekleidung der Trend der Zukunft werden.


Photo by Scott Webb via Unsplash

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