Racketlon – viermal ganz großes Tennis

Racketlon – ein harter Wettkampf über vier Sportarten. Die vergleichsweise junge Sportart ist in der allgemeinen Bevölkerung noch nicht so sehr bekannt. Dabei vereint die schweißtreibende Disziplin vier sehr populäre Disziplinen. In knapp 20 Städten lässt sich die Racketlon mittlerweile schon spielen. Aber worauf genau kommt es bei dieser Kombination aus Rückschlagspielen an?

Was ist Racketlon?

Eine gute Sportroutine ist wichtig. Ein weiterer Kandidat für die sportliche Betätigung ist Racketlon. Es kombiniert vier verschiedene Tennissportarten: Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis. In Einzel- und Doppelteams treten dieselben Spieler in allen vier Kategorien vom kleinsten bis zum größten Schläger gegeneinander an. Die Reihenfolge kann geändert werden, wenn die Infrastruktur der Sportanlage (unterschiedliche Anzahl an verfügbaren Plätzen für die verschiedenen Sportarten) diese Reihenfolge nicht zulässt. In vier Sätzen wird bis 21 Punkten in jeder Disziplin gespielt. Die Aufschlag-Reihenfolge wechselt in jedem Spiel, bei elf Punkten wird die Seite gewechselt. Dabei orientiert man sich an der Tischtennis-Zählweise und nicht am Tennis-Prinzip.

Die Kombination aus vier Rückschlagspielen

Der Pionier dieser Sportart war die Tennis-Legende Fred Perry. Er wurde 1930 im gleichen Jahr Wimbledon-Sieger und Tischtennis-Weltmeister und legte damit etwas ungeplant den Grundstein für eine neue Sportart. In den 90er-Jahren begann die Entwicklung in Schweden und Finnland, mit den ersten Turnieren im Racketlon. In Anlehnung an Biathlon oder Triathlon wurden auch hierfür mehrere Sportarten kombiniert. Im Jahre 2003 ging dann die Kombination auf die erste World Tour. Die Skandinavier und vor allem die Österreicher sind auf die Vorreiter auf internationaler Ebene. Deutschland tritt bei den Weltmeisterschaften mit acht Teams an und konnte in den vergangenen Jahren sogar einige Erfolge verzeichnen.

Auf nationaler Ebene treten die Sportler in einer eigenen Bundesliga an. Vier Ligen mit je sieben Mannschaften gibt es bereits in Deutschland. Dabei geht es um Abstieg, Aufstieg und natürlich den Meistertitel. In der vergangenen Saison ging der Meistertitel in den hohen Norden: der neue Meister Bremen/Hamburg 1 setzte sich gegen die Racketeers aus Mittelhessen durch. Die Spiele der Liga werden jeweils an zwei Wochenenden ausgetragen.

Racketlon – ein Sport für Allrounder

Es kann durch die Anforderungen an den Sport schnell passieren, dass die verschiedenen Sätze komplett unterschiedlich verlaufen. Im ersten Satz gewinnt zum Beispiel einer der Tischtennisspieler haushoch, während er die Squash-Runde klar verliert. Racketlon erfordert Anpassungsvermögen und natürlich auch viel Ausdauer. Ein unglaublich abwechslungsreicher Sport.

Auf den Geschmack gekommen? Dann informiert euch hier, ob ihr auch in eurer Nähe Racketlon spielen könnt.


Image via Unsplash

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