Plogging – wie Jogger unsere Städte säubern

Es gibt eine neue Trendsportart aus Schweden. Das oftmals für seine kreative und besonders soziale Art gelobte Land, hat einen Trend erschaffen, der nun auch nach Deutschland schwappt. Und er nennt sich Plogging. Zusammengesetzt aus dem schwedischen Wort „plocka“, was so viel wie „aufheben“ bedeutet und dem Wort Jogging.

Der Hintergedanke

Doch was macht man eigentlich so beim Plogging? Der einzige Unterschied zum normalen Joggen ist, dass man mit einem Müllbeutel durch die Gegend läuft. Und man kann es erahnen: Müll einsammelt. Was zunächst wie eine verrückte Aktion von Umweltaktivisten klingt, hat sich inzwischen nicht nur in dem Entstehungsland Schweden zu einem wahren Trend entwickelt.

Dass die Verschmutzung der Umwelt ein großes Problem ist, ist auch hierzulande hinreichend bekannt. Doch nicht nur die Verschmutzung der Luft oder der Meere belastet die Umwelt, sondern auch der Müll, der täglich auf den Straßen landet. Vor allem in großen Ballungszentren und Großstädten erlebt man es leider oft, dass Müll achtlos auf die Wege geworfen wird. Das ist nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Anwohner unschön.

Genau das dachte sich auch der Schwede Erik Ahlström, der die Aktion in seinem Heimatland ins Leben rief. Er suchte sich einige Leute, die sich seinem Lauf durch die Innenstadt Stockholms anschließen wollten und begann damit die Stadt aufzuräumen.

Auch in Deutschland schon ein Trend

Inzwischen hat dieser Trend so viel Aufmerksamkeit generiert, das erste Plogging-Gruppen auch in Deutschland entstanden sind.

Eine der größten Plogging-Gruppen Deutschlands ist dabei in Köln angesiedelt. Ebenfalls einer Stadt, der die Verschmutzung durch achtlos weggeworfenen Müll nicht unbekannt ist. Auf der Facebook-Seite „Plogging Germany“, dokumentieren die sozialen Sportler ihre Aktionen und Fortschritte und kommunizieren mit der internationalen Plogging-Community.

Und das Beste an dieser Sportart: Sie unterstützt das eigene Training! Denn durch das ständige Bücken, und den Müllsack der mit der Zeit an Gewicht zunimmt, bekommt man gleichzeitig noch ein abwechslungsreiches Training für die obere Muskulatur mit dazu!

Umweltschutz und anspruchsvolles Workout in einem. Mehr kann man sich nicht wünschen.


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