Nahrungsergänzungsmittel: Welche sind sinnvoll?

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Mit dem Boom der Fitnessindustrie gibt es leider auch immer mehr Hersteller, die ihren Kunden alles Mögliche verkaufen und ihnen Versprechungen machen, die ihre Produkte gar nicht einhalten können. So ist das auch mit den sogenannten Supplements beim Sport, die man hierzulande auch als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet. Sie gibt es inzwischen in allen Formen, Farben und vor allem von allen möglichen Herstellern. Von vornherein sollte jedem, der darüber nachdenkt Supplements in seinen Sportalltag zu integrieren klar sein, dass Nahrungsergänzungsmittel weder den Gang ins Fitnessstudio, noch die gesunde Ernährung ersetzen können. Sie können höchstens unterstützend wirken. Wir wollen uns heute außerdem hauptsächlich um die Nahrungsergänzungsmittel kümmern, die für jeden Sportler essenziell sind. Ganz egal, ob ihr nun Leistungssport betreibt oder durch eine gute Ernährung und Sport einfach gesünder leben wollt.

Gerade die Aufnahme von Proteinen kann helfen Muskeln schneller aufzubauen. Wir werden sie in diesem Artikel aber nicht mehr ausführlicher behandeln, da wir bereits einen eigenen Artikel zu der Wirkung von Proteinen verfasst haben.

Omega-3 als Nahrungsergänzungsmittel

Das Supplement Omega 3 ist eine Art Allrounder unter den Nahrungsergänzungsmitteln. Es soll nicht nur konzentrationsfördernd sein, sondern auch entzündungshemmend wirken. Am wichtigsten ist für Sportler natürlich, dass es auch den Muskelaufbau fördert, da es direkt bei der Synthetisierung von wichtigen Botenstoffen im Körper beteiligt ist, sowie als Baustein für Zellmembranen wirkt. Natürliches Omega 3 kann zum Beispiel durch Lachs, Makrele und andere Fischarten aufgenommen werden. Allerdings ist der Omega 3 Bedarf bei jedem Menschen wieder unterschiedlich, je nachdem wie hoch das Gewicht ist, wie groß man ist und natürlich, wie viel Omega-3 man ohnehin aufnimmt. Die Verbraucherzentrale warnt im Übrigen davor, zu viel des Nahrungsergänzungsmittels zu sich zu nehmen. Wie auch bei anderen Supplementen kann das „Überfüttern“ des Körpers mit diesem Stoff auch negative Konsequenzen haben. Wird es allerdings nur ab und zu ergänzend dem Sportler zugeführt, kann es euch durchaus helfen, die Leistung zu steigern.

Vitamin D

Und wieder haben wir es mit einem Stoff zu tun, der auch außerhalb der Welt der Fitness viele positive Eigenschaften hat. Gerade wir Europäer leiden stärker unter Vitamin D-Mangel, als Personen die in Nähe zum Äquator wohnen. Denn wir bräuchten in der Theorie am Tag ganze drei Stunden, in denen wir uns nur in der Sonne aufhalten, um unseren Vitamin D Bedarf zu stillen. Und das ist gerade im Winter fast unmöglich zu bekommen.

Dabei ist Vitamin D eben essenziell für unseren Körper. Es hilft zum Beispiel Kalzium aufzunehmen und es in den Knochen zu speichern. Darüber hinaus stärkt es das Immunsystem und macht uns nachweisbar leistungsfähiger. Wer länger unter einem akuten Mangel an Vitamin D leidet, der kann nicht nur Knochenkrankheiten davontragen, sondern sogar Depressionen entwickeln. Es empfiehlt sich also in jedem Fall und vor allem im Winter, dem Körper täglich als Nahrungsergänzungsmittel Vitamin D zuzuführen.

Magnesium

Hattet ihr nach dem Sport jemals das Gefühl, dass eure Muskeln richtig schmerzen? Oder habt ihr nachts schon mal Wadenkrämpfe gehabt? Sowohl gegen den Muskelkater nach dem Training als auch die nächtlichen Krämpfe kann Magnesium ein wahrer Helfer sein. Es unterstützt nicht nur die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, sondern kann gerade bei zittrigen oder stark schmerzenden Muskeln helfen. Auf langfristige Sicht kann ein starker Mangel an Magnesium zu der Verkalkung der Nieren oder der Blutgefäße führen. Wie auch bei den anderen Nahrungsergänzungsmitteln wird empfohlen, es mit der zusätzlichen Aufnahme nicht zu übertreiben. Negativfolgen von zu viel Magnesium können zum Beispiel Darmreizungen sein.

Nahrungergänzungsmittel nur in Maßen

Wie so häufig beim Thema Fitness ist auch die Verwendung eines Nahrungsergänzungsmittels nur in gewissen Maßen sinnvoll. Wer eine ausgewogene Ernährung hat, der wird auch weniger Probleme haben die nötigen Spurenelemente durch das tägliche Essen aufzunehmen. Trotzdem kann die zusätzliche Zufuhr der von uns genannten Stoffe beim Muskelaufbau durchaus helfen und den Körper insgesamt fitter machen. Es gibt zudem auch Menschen, die von Natur aus Schwierigkeiten mit der Aufnahme von zum Beispiel Vitamin D oder Magnesium haben. Das sollte aber von einem Arzt bestätigt werden. Letztlich können wir nur immer wieder darauf verweisen, dass eine gesunde Ernährung die Basis bildet, auf der alles andere aufgebaut werden kann.


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