Wie man den Muskelkater lindert

Der Muskelkater kommt meist schleichend und ist das unvermeidliche Ergebnis körperlicher Anstrengung. Während der Schmerz sich durch verschiedene Körperteile zieht, hat man das Gefühl aus der Haut zu platzen. Sobald der Körper ruht, spürt man bereits den Erschöpfungszustand, der einem subtilen Schmerz ähnelt.

Jeder der Sport treibt, kennt dieses lästige Phänomen, das Stunden oder Tage später, nach einer harten Trainingseinheit aufkommt und die Bewegungsfreiheit einschränkt. Zumindest haben die meisten bereits eine ähnlich schmerzvolle Erfahrung gemacht. Muskelkater entsteht oft durch übermäßige, hohe Belastung und plötzliche Bewegungsabläufe, an die der Körper nicht gewohnt ist. Das kann schnell zur ganzeinheitlichen Überlastung des Körpers beziehungsweise Überreizung des Muskels führen und jenen unverkennbaren Schmerz verursachen.

Früher wurde als Ursache eine Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Lactat) angenommen. Diese Theorie ist jedoch veraltet. Man ist sich relativ einig darüber, dass kleine Verletzungen im Muskelgewebe, in den sogenannten Fibrillen, dafür verantwortlich sind. Durch die plötzliche und hohe Belastung kommt es in den Muskelfasern zu feinen Rissen (Mikrorupturen). In diese Risse gelangt Wasser, so dass sich nach einer bestimmten Zeit (24-36 Stunden) kleine Ödeme bilden. Die unzähligen Ödeme dehnen nun den Muskel und verursachen den berüchtigten Schmerz, daher auch das Gefühl des Platzens. Dieser Schmerz wird als Muskelkaterschmerz wahrgenommen.

Aufwärmen

So richtig vermeiden lässt sich der Muskelkater allerdings nicht. Ein wenig Lindern hingegen schon. Vor allem für Anfänger und Wiedereinsteiger, kann physische Anstrengung schnell in einem brutalen Muskelkater enden. Es gibt zwar kein Allheilmittel, jedoch sollte man einiges beachten, bevor man planlos ins Training stürzt. Ein leichtes Aufwärmen und eine Lockerung der Muskulatur, sollten dabei selbstverständlich sein und den Beginn jeder Einheit einleiten. Von der Intensität her, sollte man es eher ruhig angehen lassen und das Training nicht überstrapazieren, sondern zeitlich möglichst kurz halten. Eine stufenweise Steigerung ist am sinnvollsten, so gewöhnt sich der Körper langsam an die unterschiedlichen Bewegungen. Die Muskeln werden auf diese Weise nicht maximal beansprucht, sondern lediglich an die Bewegungsabläufe erinnert. Ebenfalls haben sich Dehnübungen am Ende des Trainings bewährt.

Hilfe bei Muskelkater

Falls sich trotzdem ein Muskelkater ankündigt, kann ein warmes Bad oder warme Kompressen Linderung verschaffen, da Wärme die Durchblutung fördert und die Muskulatur entspannt. Dadurch werden die Muskeln auch besser mit Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Gleichzeitig wird der Heilungsprozess beschleunigt. Aber auch Saunagänge können die Muskulatur lockern und somit die Genesungszeit verkürzen. Eine weitere Hilfe kann über die Ernährung erfolgen. So ist eiweißreiche Nahrung nachweislich hilfreich. Ebenso die Einnahme von Magnesium, die bei der Regeneration helfen kann. Ein weiteres bewährtes Hausmittel ist Kirschsaft. Für den positiven Effekt sind Antioxidantien wie auch entzündungshemmende Stoffe im Kirschsaft verantwortlich.

Ein kontinuierliches und regelmäßiges Training ist jedoch die beste Vorsorge, die man leisten kann. Man sollte dem Körper aber auch eine Erholungszeit gönnen, um die Schäden zu reparieren.


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