Geistig fit bleiben: So viele Schritte müsst ihr am Tag gehen

Photo by Lacey Raper on Unsplash

Wir alle wissen, dass Bewegung wichtig ist. Auch sind wir davon überzeugt, dass nicht nur unser Körper davon profitiert. Regelmäßiger Sport kann sich positiv auf unsere psychische Gesundheit auswirken. Was es mit diesem Zusammenhang auf sich hat, haben wir euch bereits erläutert. Eine an dem Lehrkrankenhaus der Harvard Medical School, dem Massachusetts General Hospital, durchgeführte Studie hat nun gezeigt, dass eine bestimmte Anzahl an täglichen Schritten genügt, um Demenzerscheinungen vorzubeugen. Das Spannende daran ist, dass es weniger als 10.000 sind – diese Anzahl wird allgemein empfohlen.

An der Untersuchung nahmen insgesamt 182 Personen teil. Das Durchschnittsalter betrug ungefähr 73 Jahre. Die Forscher konnten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen physischer Aktivität und dem durch das Eiweiß Beta-Amyloid verursachten Verlust kognitiver Leistungsfähigkeit feststellen. Mit anderen Worten: Bewegung hilft uns, Alzheimer und anderen Demenzkrankheiten vorzubeugen. Das ist allgemein bekannt. Besonders spannend an den Ergebnissen der Studie ist allerdings folgendes: Die Forscher haben herausgefunden, dass bei 8.900 Schritten am Tag der prophylaktische Effekt am höchsten ist.

Alzheimer gilt nach wie vor als unheilbar: Vorbeugung ist entscheidend

Mehr ist also nicht gleich besser – zumindest, wenn es um die Anzahl der Schritte geht. Jasmeer Chhatwal, MD, PHD, und Korrespondenzautorin der Studie, betont aber, dass es verschiedene Ursachen für Demenzkrankheiten gebe. Deshalb sei es wichtig, auch bei der Erforschung von beispielsweise Alzheimer mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Physische Aktivität, beispielsweise in Form von Schritten, sei demnach nur ein Faktor von vielen, um einer kognitiven Degeneration vorzubeugen. 

Für die Studie wurden an der Hüfte befestigte Pedometer verwendet, um die Anzahl der Schritte zu messen. Auch ihr könnt beispielsweise mit der Hilfe eines Fitness-Trackers von Fitbit eure Schritte zählen lassen. Wie das funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

Chhatwal erklärt ferner, dass es derzeit immer noch keine krankheitsmodifizierenden Therapien gegen Alzheimer gebe. Also sei es von kritischer Wichtigkeit, die potentiellen Risikofaktoren ausfindig zu machen. Zudem müsse noch mehr herausgefunden werden, wie sich der Prozess der Degeneration verlangsamen lässt. Auch wenn ihr nicht zu der Risikogruppe zählt, weil ihr noch verhältnismäßig jung seid, ist es deshalb entscheidend, sich früh über vorbeugende Maßnahmen zu informieren.

Neben regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung ist es vor allem auch wichtig, soziale Kontakte zu pflegen. Der Austausch mit einem Partner, Freunden oder der Familie fordert das Gehirn auf vielfältige Weise. Wer geistig fit bleiben möchte, ist also auch gut damit beraten, regelmäßig mit Menschen zu kommunizieren und sich in neue Situationen zu begeben.


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