Fitness in VR – so machst du Sport in der Virtuellen Realität

Mann in Sportsachen, der Fitness in VR macht. / Image by Martin Sanchez on Unsplash

Virtual Reality Brillen werden immer günstiger und auch immer einfacher zu benutzen. So kommt beispielsweise die Oculus Quest ganz ohne einen leistungsstarken Computer aus und kann ohne irgendwelche Sensoren oder Kabel benutzt werden. Das Tracken der Umgebung sowie die Ausführung der VR-Anwendungen werden von der Brille selbst übernommen. Dasselbe gilt auch für die HTC Vive Focus, die sich allerdings eher an Unternehmen richtet. Standalone VR-Brillen werden diese Headsets genannt. Die Tatsache, dass sie komplett ohne externe Geräte funktionieren, machen sie ideal für „normale“ Anwender, die nicht erst irgendwelche Sensoren oder ihren PC im Wohnzimmer aufbauen wollen. Mit ihnen kann man einfach direkt loslegen und sich beim Spielen auch körperlich betätigen. Dabei ist Fitness in VR eine tolle Möglichkeit, um Sport zu machen und trotzdem den Zauber virtueller Welten zu genießen. Wir stellen vor, wie Fitness in VR richtig Spaß machen kann.

Welche VR-Brille eignet sich für Fitness ins VR

Um Fitness in VR zu machen, braucht ihr natürlich erst einmal ein Headset. Hier kommt für die meisten Anwender wohl die Oculus Quest in Frage. Wie auch die HTC Vive Focus ist sie ein stand-alone VR Headset, und erlaubt das Tracking beider Hände mit den Oculus Controllern. Die Vive Focus hingegen hat in der Basisvariante nur einen Controller. Die Focus Plus kommt zwar mit zwei Controllern, ist bei einem Preis von über 900 Euro aber deutlich teurer als die Quest. Das macht sie für Fitness in VR nicht ganz so attraktiv. Außerdem sind diese nur für die gewerbliche Nutzung gedacht und richten sich nicht an Privatkunden. Wir empfehlen euch somit am ehesten die Oculus Quest.

Roomscale VR – das ganze Wohnzimmer nutzen

Das Schöne daran Fitness in VR zu machen, ist, dass euch in der VR derselbe Platz zur Verfügung steht, den ihr auch Zuhause habt. So könnt ihr bei der Oculus Quest beispielsweise einen Guardian festlegen, indem ihr euch ungestört bewegen könnt. Dafür malt ihr einfach auf den Boden einen Umriss um den Bereich, in dem ihr spielen wollt. Eure Umgebung könnt ihr dabei durch die Kameras der Oculus sehen. So lauft ihr nicht Gefahr, bei euren sportlichen Übungen in VR gegen etwas aus eurer Wohnung zu rennen.

(E)Sport in VR

Mit der zunehmenden Popularität von Virtual Reality-Technologien wird auch das Thema eSport immer bedeutender. Der Unterschied von VR-eSport zu der herkömmlichen Variante ist der, dass VR mit deutlich mehr Bewegung verbunden ist. Eine Tatsache, die wir uns im Hinblick auf unsere VR-Fitness zunutze machen können.

Beat Saber und PowerBeats VR

So ist das Spiel Beat Saber zum Beispiel sehr beliebt für das kompetitive Spielen und gleichzeitig sehr bewegungsintensiv. Zum Takt eines Songs müssen wir hier mit einem roten und einem blauen Laserschwert die gleichfarbigen Blöcke im richtigen Moment zerschlagen. Diese stellen die Noten des Songs dar und rasen je nach Tempo des Songs schneller oder langsamer auf uns zu. Dabei müssen wir außerdem Hindernissen ausweichen, die mit derselben Geschwindigkeit auf uns zurasen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Spiel PowerBeats VR. Auch hier müssen wir auf uns zurasenden Hindernissen ausweichen und dabei Kugeln im Takt zu einem Beat zerschmettern. Spiele wie Beat Saber und PowerBeats VR sind hervorragend geeignet, um unsere Fitness in VR zu verbessern. Die Spielesessions sind mit sehr viel Bewegung verbunden und können richtig schweißtreibend werden. Wer solche „VR-Workouts“ regelmäßig macht, der dürfte garantiert einige Kalorien verbrennen. Laut dem VR Institute of Health and Exercise kann man mit einer Runde Beat Saber nämlich in etwa so viele Kalorien verbrennen, wie in einem Tennis Match.

Aber auch andere VR-Spiele wie das erst vor Kurzem erschienene Boneworks oder die Roboter-Kampf-Simulation Robo Recall können körperlich recht fordernd werden und liefern dabei ein häufig etwas unterhaltsameres Spielerlebnis. Wer sich allerdings wirklich auf den Fitnessaspekt fokussieren will, ist mit Beat Saber oder PowerBeats VR vermutlich besser beraten.

VR Institute of Health and Exercise

Falls ihr wirklich vorhabt Sport in VR zu treiben, solltet ihr einen ausführlicheren Blick auf die Seite des VR Institute of Health and Exercise werfen. Denn diese hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, VR-Spiele nach den Kalorien zu bewerten, die man beim Spielen verbrennt. So könnt ihr eure Spiele auch danach auswählen, wie sehr sie euch bei eurer VR-Fitness helfen. So verbraucht ihr beispielsweise etwa vier Kalorien pro Minute, wenn ihr Superhot VR spielt. Bei Beat Saber hingegen sind es bereits sechs bis acht Kalorien pro Minute. Die Angaben basieren dabei in der Regel auf einem Körpergewicht von 60 Kilo. In den ebenfalls aufgeführten Tabellen könnt ihr aber auch die geschätzten Werte für andere Gewichtsklassen einsehen.

Fitnesstracker in VR

Fitness in VR zu betreiben, ist eine gute Variante, um den Kalorien an den Kragen zu gehen. Wie auch bei normalen Workouts kann es außerdem helfen, die eigene Fitness zu tracken. Seinen Erfolg und Fortschritt in Zahlen zu sehen, kann unglaublich motivieren. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. So hat das VR Institute of Health and Exercise eine App veröffentlicht, die euren Kalorienverbrauch beim VR Spielen anhand wissenschaftlicher Messungen trackt. Dafür benötigt ihr allerdings einen zusätzlichen Fitnesstracker, wie den von FitBit oder Withings. Getestet hat das Institut die Geräte von Polar und empfiehlt für die Nutzung der App den Polar H10 und den Polar H7 Fitnesstracker.

Yur App

Eine andere Möglichkeit, euren Kalorienverbrauch während des VR-Spielens zu testen, ist die kostenlose App Yur. Diese hilft euch, euren Kalorienverbrauch über alle VR-Apps aus dem Steam-Store zu tracken. Momentan findet ihr die App als Early Access Software auf Steam.

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Image by Martin Sanchez via Unsplash

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