Entspannung pur – so könnt ihr mal richtig vom Stress abschalten

Wer ständig unter Stress steht, sich durch jede Aufgabe müht und letztendlich die Warnsignale des Körpers ignoriert, der kann ernsthafte Erkrankungen davontragen. Dauerstress führt zu Depressionen und Burnout. Aber auch zu körperlichen Problemen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, dass man auch mal zwischendurch abschalten kann. Wir können verstehen, dass ihr neben Job, Familie und Hausarbeit nicht immer Zeit für einen Urlaub oder das Fitnessstudio habt. Doch genau deswegen wollen wir euch nun ein paar kleine Tipps mit auf den Weg geben. Lest hier, wie ihr in euren Alltag ganz nebenbei mehr Entspannung bringt.

Powernapping

Das Powernapping ist eine der wirkungsvollsten Methoden, um sich zum Beispiel aus dem Mittags-Tief wieder herauszuholen. Alles was man dazu tun muss ist, sich für 20 bis 30 Minuten hinzulegen. Dabei solltet ihr aber darauf achten, nicht länger zu schlafen. Andernfalls lauft ihr Gefahr in eine Tiefschlafphase zu geraten und seid nach dem Aufwachen noch müder als zuvor. Dieses kleine Schläfchen zwischendurch gibt dem Körper eine Ruhephase in der er Energien wiederherstellen kann. So seid ihr nach dem Powernap wieder konzentrationsfähiger und produktiver. Als kleinen extra Tipp: Wenn ihr könnt, bewegt euch nach dem Nickerchen. Zum Beispiel bei einem Spaziergang.

Duschen oder Baden

Auch Duschen und ein Bad nehmen kann zur Entspannung beitragen. Gerade nach einem langen Arbeitstag tut es gut, einfach mal unter die heiße Dusche zu springen oder in die Wanne zu steigen. Dabei muss das Wasser nicht immer warm sein. Auch kalte Duschen können den Kreislauf anregen und somit zum schnelleren Abbau von Stresshormonen führen. Allgemein gilt bei diesem Tipp aber: sich um sich selbst zu kümmern und zu pflegen hat etwas Beruhigendes und Entspannendes. Es reicht also auch schon ein Fußbad, eine Massage oder ein Wärmekissen, um die eigene Entspannung zu fördern. Nehmt euch einfach mal wieder Zeit zur Pflege eurer Nägel oder der Haare, damit ihr euch richtig wohl fühlt.

Tagebuch führen

Aber nicht so, wie ihr jetzt vielleicht denkt. Klassische Einträge wie „heute habe ich gearbeitet und war einkaufen“, helfen wohl nur wenigen den Alltagsstress zu bewältigen. Viel mehr geht es zunächst darum, dass ihr in einer stressigen Situation zu Papier bringt, was euch gerade bedrückt. Schreibt alles auf, was gerade zu eurem Stress beiträgt und fangt dann an, das zu relativieren. Fragen wie: Was hat Priorität? Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Welche Lösungswege gibt es für das Problem? – können euch schon weit bringen.

Wenn ihr erst einmal strukturiert auf einem Blatt Papier all eure vorher noch chaotischen Gedanken seht, fällt es euch leichter diese ziehen zu lassen. Wer dann noch einen Schritt weitergehen möchte, der kann auch all die positiven Sachen aufschreiben, die ihn beschäftigen. Erinnert euch zum Beispiel an tolle Events mit Freunden, die noch anstehen, oder schreibt auf, was diese Woche besonders gut geklappt hat. Wenn ihr eure negativen Gedanken strukturiert und euch die positiven Dinge wieder vor Augen führt, werden viele Probleme an Gewicht verlieren und der Stress reduziert sich automatisch.

Sich selbst gut zureden

So merkwürdig es vielleicht zunächst klingen mag, doch unsere Stimmung ist auch immer indirekt durch unsere Gedanken beeinflusst. Wenn wir ständig negativ denken und zu uns selbst sagen „das wird eine Katastrophe“ oder „das schaffe ich nicht mehr“, dann hat das Einfluss darauf, wie wir uns im „realen Leben“ verhalten. Und auf der anderen Seite, selbst wenn die Lage noch so aussichtslos erscheint, kann es euch ungemein helfen zu sagen „das wird schon wieder“, oder „das bekomme ich sicher hin“. Auch, wenn ihr es euch in diesem Moment selbst nicht glaubt, so haben die Gedanken, mit denen wir uns selbst „füttern“ einen Einfluss auf unser Verhalten. Es gibt einen Grund, warum sich einige Menschen Personal-Trainer oder Lifecoaches an ihre Seite stellen, die sie motivieren sollen. Werdet selbst zu eurem eigenen Lifecoach und redet euch ein „du kannst das, das packst du, ich glaube an dich“, bis eure Gedanken sich mit der Realität überlappen.

Hobbies wieder bewusster erleben

Die Serie ist langweilig, man bekommt gerade diesen einen Gitarrenakkord nicht hin, oder man hat schlicht keine Motivation, um jetzt weiter an dem selbstgestrickten Pullover zu arbeiten. Es gibt viele Gründe, warum wir selbst während wir unsere Hobbies ausführen, zwischendurch immer noch zum Smartphone greifen. Schließlich bietet das immer eine zuversichtliche Ablenkung, wenn wir vor einer Herausforderung stehen. Das Problem hinter dieser Verhaltensweise ist aber, dass wir so verlernen uns längerfristig auf etwas zu konzentrieren. Und auch das ist wichtig, wenn wir uns entspannen wollen.

Außerdem ist das Gefühl, wirklich etwas gelernt oder erreicht zu haben, viel befriedigender als ein paar Klicks es je sein könnten. Also ab mit dem Smartphone in die Schublade oder ans andere Ende des Raums: Ihr solltet wieder lernen euch eine Auszeit von dem Rest der Welt zu nehmen und euch nur auf euch selbst zu konzentrieren.

Tut Dinge, die euch Spaß machen!

Klingt einleuchtend. Wenn ihr das macht, woran ihr Spaß habt, wird der Stress automatisch verfliegen. Und das ist nicht nur auf Hobbys bezogen. Sondern auch auf das Treffen mit Freunden, oder den nächsten Urlaub. Wenn ihr schon immer mal in diesen neuen Freizeitpark wolltet, oder schon lange nicht mehr einfach nur mit Freunden was trinken wart, dann los! So sehr wir uns manchmal auch von Finanzen, Job und Familie stressen lassen, uns zu isolieren oder uns selbst quasi zu „verbieten“ etwas einfach mal aus Spaß zu machen, hilft uns auch nicht bei der Bewältigung von Problemen. Es kann uns hingegen guttun, einfach mal raus zu kommen und die schönen Seiten des Lebens wieder zu genießen.

Etwas gegen den Alltagsstress zu tun, der vielen von uns täglich begegnet, ist für ein gesundes und glückliches Leben so wichtig, wie ausreichend Sport und eine gute Ernährung. Viele scheinbar unlösbaren Probleme sind meistens gar nicht so groß, wie sie erst erscheinen. Besinnt euch auf das, was sich für euch richtig anfühlt und lasst euch nicht von Kleinigkeiten in den Wahnsinn treiben.


Bild von Shahariar Lenin auf Pixabay

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