Ein Einblick in die UFC Geschichte – It’s time!

Die UFC Geschichte ist von Erfolgen, Kontroversen und Misserfolgen geprägt. Die Ultimate Fighting Competition, kurz UFC, ist eine US-amerikanische Mixed-Martial-Arts-Organisation. Die Organisation existiert seit 1993 und musste auf ihrem Weg zum Branchenprimus mehrere Täler durchlaufen. Schließlich besteht im Kampfsport stets ein hohes Verletzungsrisiko und das Zeigen der Kämpfe im Fernsehen sorgte in der amerikanischen Politik für Kontroversen. Die Reise von der ursprünglichen Idee, hin zur Umsetzung und den heutigen Erfolg möchten wir gerne einmal darlegen.

Wenn im Oktagon Boxer auf Ringer treffen

Das erste Pay-Per-Event der Organisation fand am 12. November 1993 statt und bot den Zuschauern eine eigenartige Prämisse. Entgegen der Norm von Kampfsport-Wettkämpfen in denen die Teilnehmer stets dieselbe Kampfsportart ausübten, hatten die Organisatoren die Idee Wettkämpfer verschiedener Kampfsportarten gegeneinander antreten zu lassen. Am ersten Event nahmen acht Kämpfer teil. Zwei Kickboxer, ein Savate Schwarzgurt, ein Karate Schwarzgurt, ein Ringer, ein Sumoringer, ein Boxer und ein Jiu-Jitsu Schwarzgurt traten gegeneinander an. Der Jiu-Jitsu Schwarzgurt Royce Gracie gewann das Turnier und damit war der Grundstein des Mixed-Martial-Arts gelegt. Das erste Event konnte über 80.000 Mal verkauft werden, was als Erfolg gewertet wurde.

Das Regelwerk war zu Beginn noch sehr kurz gehalten. Anfangs war es nur verboten den Gegner zu beißen oder ihm in die Augen zu stechen. Kopfstöße, das Ziehen an den Haaren oder Schläge in die Leistengegend wurden tatsächlich geduldet, obwohl dies dennoch kritisch bemerkt wurde. Die Brutalität des Ganzen stieß schnell auf Unmut bei Politikern in den USA. Die UFC-Events wurden daraufhin in fast allen 50 Staaten der USA verboten. Im Laufe der Zeit wurde das Regelwerk allerdings erweitert. Mittlerweile sind die Kampfrunden fünf Minuten lang, gewisse Körperstellen dürfen nicht attackiert werden und die Wettkämpfer tragen Handschuhe. Dies führte dazu, dass der Sport Akzeptanz in der Medienwelt und der Gesellschaft fand.

Weltweiter Erfolg durch hohes Niveau und packende Kämpfe

Die UFC führte ab UFC 12 Gewichtsklassen ein, die den Wettbewerb spannender machten. Jede Gewichtsklasse hat ihren eigenen Champion. Für Veteranen und Neulinge geht es darum einen Platz im Ranking zu bekommen, um aufzusteigen und schließlich einen Championship-Kampf zu bekommen. Die allermeisten UFC-Karrieren verlaufen im Sande, doch gibt es immer wieder Wettkämpfer, welche die UFC auf ein neues Level heben. Die UFC bietet mit ihrer Prämisse nun mal etwas Einzigartiges und manch Kämpfer kann in dieser Umgebung über sich hinauswachsen.

UFC-Kommentator Joe Rogan beschreibt den Kampfsport als hoch intensives Problemlösen mit argen Konsequenzen im Falle des Scheiterns. Der Wettbewerb wirkt aufgrund der verschiedenen Kampfstile eher wie eine hochkomplexe Partie Schere-Stein-Papier, nur dass es weitaus mehr Variablen zu berücksichtigen gibt. Durch die Athletik der Kämpfer und das hohe Level der jeweiligen Kampfstile können die Fans Spektakel erwarten. Die UFC hat nicht irgendwelche Kämpfer in seinen Reihen, sondern die Besten der Erde und das spült einiges an Geld in die Kassen. Das Jubiläum Event UFC 100 gilt als das erfolgreichste Event der UFC Geschichte mit 1,6 Millionen Pay-Per-View Käufen.

Die Pay-Per-View Zahlen schießen mittlerweile in die Höhe und es gibt jedes Wochenende Events, in denen sich Kämpfer von der ganzen Welt im Oktagon messen. Seitdem die UFC die Übertragungsrechte an ESPN+ verkauft hat, ist man im digitalen Zeitalter angekommen. In Deutschland kann man die UFC über den Streaming-Dienst DAZN verfolgen. Der Sport ist endlich im Mainstream angekommen und es bleibt zu hoffen, dass die UFC Geschichte noch lange nicht am Ende ist.


Photo by Joshua Jamias via Unsplash

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